Biografie

1972 wurde ich der einhundertachtmillardste meiner Spezies. Eine der beiden oben genannten Zahlen ist willkürlich. Die andere weniger. Getauft wurde ich auf den Namen Mario Bernd Junkes.  Ohne mein Einverständnis. Ähem.

Mein Name lautet Sum 108, gegebenenfalls in der Schreibweise Sum Einhundertacht, falls die Eingabe von Zahlen nicht erlaubt ist. Zur Bedeutung des Namens: 

Sum = von lateinisch: ich bin (1. Person Singular von "esse" = sein)
108 = siehe oben und etwas ausführlicher hier

Ich widme mein Leben dem Wort - bei Tag als Sprachmittler, des Nachts als Künstler. Ohne wirkungsvolle Kommunikation vergehen wir früher als notwendig. Ich sehe meinen Auftrag als Künstler darin, Blickwinkel zu erarbeiten, die für mit dem Alltag beschlagnahmte Normalbürger:innen nicht so einfach zu erkennen sind.

Warum? Wir befinden uns auf einer einmaligen Reise in diesem Universum und die kollektive Datenbank unserer Spezies wartet auf konstruktive Eingabe. Für die Dauer unseres Lebens erhalten wir die Bausteine unseres Bewusstseins vom Universum geborgt. Einfach so. 
Es ist unsere Entscheidung, Teil der Probleme oder Teil der Lösungen zu sein.

Der in den Seiten meiner Werke abgebildete flüchtige Hauch meines Bewusst­seins soll mein Beitrag sein. Ich freue mich, dass ich Sie dazu begrüßen darf.

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Auf der Bühne zu stehen und/oder Menschen zu unterhalten war mein Traum seit Kinderzeit. Alle Auftritte waren stets ein voller Erfolg künstlerischer Brillanz, ausschließlich vor ausverkauften Häusern und frenetisch jubelndem Publikum.

1979 - als Sprecher/Erzähler an Weihnachten in der Dorfhalle Zemmer mit einem Vortrag von Peter Zirbes' "Op Chressdaach Morje", zusammen mit Hahn (Klaus), Geiß (Manuela) und Hund (Dirk)

1980er - als Altstimme des Spee-Chors (Friedrich-Spee-Gymnasium Trier)

1980er - als Posaunist der Jugendabteilung des Musikvereins Zemmer, bei mehreren Musikfesten 

1989 - als Autor eines ersten Romans

1992 - als Tenorstimme des Bundeswehrchors 15. Kompanie LwAusbReg 3, beim Vortrag in Germersheim

1990er - als Gitarrist und Sänger mehrerer Bands, deren Musikalität so verblüffend war, dass vor lauter Ehrfurcht keine Bühne sie aufnehmen wollte

1998-2000 - als Schlagzeuger des Alternative-Rock Quartetts The Cat In The Box

2001-2005 - als Schlagzeuger, der sich notfalls aus lauter Überzeugung mit seinem Instrument solo auf die Bühne stellte

2005-2011 - als Schlagzeuger des Deutsch-Pop Quartetts Los Paul 

seit 2009 - als Vollzeit-Schreiber von fast allem, was man mit Worten beschreiben kann

seit 2009 - als Vollzeit-Rezipient fast aller Absagen, die mit Worten möglich sind

2013-2016 - als Stand-Up Comedien unter Ausschluss der Öffentlichkeit, aber mit fünf aufgenommenen Alben

2020 - als Autor mit einem ersten Vertrag und zahlreichen Auftritten als Vorleser aus den Sagen & Legenden Bänden des Regionalia Verlags 

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Dann jedoch geschah etwas, auf das ich nicht vorbereitet war. Vor, während und nach diesen Lesungen musste ich feststellen, dass viel zu vielen Menschen offenbar nicht bewusst ist, oder dass sie vielleicht gerne ignorieren:

Sagen und Legenden sind Fiktion. Erfindung. Ausgedacht. Sie beschreiben keine historischen Ereignisse, ebenso wie Mythologien, Hagiographien, Märchen und Fabeln. 

Weshalb Menschen dies ignorieren, können diese nur selbst beantworten. Ich möchte nicht über Gründe spekulieren, denn spekulieren bedeutet: etwas nicht wissen.

Aus diesem Grund kann ich meine Arbeit an den Sagenschätzen Mitteleuropas nicht fortsetzen. Den ersten Schreibauftrag nahm ich an in der Meinung, (fast) allen Menschen sei bewusst, dass Sagen und Legenden erfunden sind.
Das war ein Irrtum.

Von nun an widme ich alles Schreiben meiner Belletristik und meinen Sachbüchern. Diese Bände werden unter der Marke Porta Sophia erscheinen. 

Erhältlich sind alle bisherigen Werke gleich hier: sum108.de